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Anwälte nach Bundesländern

Willkommen in unserem Anwaltsportal, in welchem sie viele Anwälte und Fachanwälte für mehr als 1.000 Städte und Gemeinden in Deutschland finden. Vorerst konzentrieren wir uns auf die 5 häufigsten Rechtsgebiete, die wir Ihnen nachfolgend kurz beschreiben. Sollten Sie anwaltlichen Rat oder Unterstützung benötigen, füllen Sie einfach unser Anfrageformular aus und ein auf das entsprechende Gebiet spezialisierter Anwalt meldet sich bei Ihnen. Sowohl der Erstkontakt als auch die erste anwaltliche Einschätzung sind für Sie kostenlos.

Familienrecht

Das Familienrecht befasst sich, wie der Name schon sagt, mit Familien. Also mit den Rechtsbeziehungen zwischen Personen, die miteinander verwandt sind. Vertreten werden die Parteien im Streitfall vor Gericht von einem Anwalt für Familienrecht.

Am häufigsten kommt das Familienrecht im Fall einer Scheidung zum Einsatz, denn in Deutschland muss eine Ehe vor Gericht geschieden werden. Eine Scheidung könnte zwar auch ohne Anwalt geregelt werden. Trotzdem lassen sich die meisten Eheleute von Anwälten vertreten, die wesentliche Streitpunkte bereits vor der Verhandlung klären.

Wer vor der Ehe bereits wichtige Dinge regeln möchte, setzt einen sogenannten Ehevertrag auf. Er ist gesetzlich geregelt und soll dazu dienen, Streitigkeiten zu verhindern. Insbesondere wird in dem Schriftstück festgelegt, wie Hab und Gut im Falle einer Scheidung verteilt werden sollen. Einige Menschen treffen hier aber auch Festlegungen, die bereits während der Ehe in Kraft treten. Ein Anwalt für Familienrecht kann dabei helfen, einen solchen Vertrag aufzusetzen.

Einer Scheidung voran geht die Trennung. Das Gesetz regelt, dass die Eheleute sich mindestens ein Jahr vor der Scheidung getrennt haben müssen. Ausnahmen hiervon sind nur in sehr wenigen Ausnahmefällen möglich.

Ebenfalls in das Familienrecht fallen Fragen rund die Themen Sorge- und Umgangsrecht. Hier wird entschieden, bei welchem Elternteil die Kinder nach der Scheidung leben – und wer die Kinder betreffende wichtige Entscheidungen fällen darf. Es ist auch möglich, dass sich die Eltern nach der Scheidung das Sorgerecht teilen. Das Gesetz regelt, dass in diesen Fragen in jedem Fall die Kinder angehört werden sollen.

Ein wichtiger Gegenstand des Familienrechts ist ferner der Unterhalt, davon kennt das Gesetz verschiedene Arten. Zum einen der Unterhalt, der nach der Scheidung gewährt wird. Er wird dann gezahlt, wenn ein Ehepartner nach der Scheidung nicht für sich selber sorgen kann. Das kann bereits in Trennungszeiten wirksam werden. Ferner erhalten Kinder Unterhalt, wenn sie sich noch in der Ausbildung befinden.

Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht regelt die Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Seine Besonderheit besteht darin, dass es der Schutzbedürftigkeit von Arbeitnehmern einen hohen Stellenwert einräumt, denn er ist dem Arbeitgeber in zwei Hinsichten unterlegen:

Zum einen ist der Arbeitnehmer wirtschaftlich abhängig von seinem Arbeitgeber. Schließlich erhält er von ihm seinen Lohn, den er zum Leben braucht. Hinzu kommt, dass sich der Arbeitnehmer typischerweise den Vorgaben des Arbeitgebers unterordnen muss, er befindet sich also in einer unterlegenen Situation.

Aus diesen Gründen ist das Arbeitsrecht in erster Linie eine Sammlung von Gesetzen, die dem Schutz von Arbeitnehmern dienen. Es ermöglicht ihnen zum einen durch Zusammenschlüsse, zum Beispiel Betriebsräte und Gewerkschaften, Einfluss auf die Arbeitsbedingungen zu nehmen. Zum anderen bietet es einen rechtlichen Rahmen für Streitigkeiten zwischen einem Arbeitnehmer mit seinem Arbeitgeber. Auf diesen Bereich spezialisiert ein Anwalt für Arbeitsrecht.

Das Arbeitsrecht umfasst eine Vielzahl von Regelungen. Besondere Bedeutung haben diese Vorschriften:

  • Regeln zu Arbeitszeit: Sie sollen verhindern, dass Arbeitnehmer regelmäßig mehr als acht Stunden pro Tag arbeiten.
  • Mindestlohn: Das Gesetz zum Mindestlohn soll dafür sorgen, dass Arbeitnehmer nicht zu Dumpinglöhnen beschäftigt werden. Die Höhe des Mindestlohns wird regelmäßig angepasst.
  • Regeln zu Urlaub, Krankheit und Elternzeit: Die Arbeitsgesetze regeln, dass jedem Arbeitnehmer bezahlte Urlaubstage zustehen. Auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist in Deutschland gesetzlich festgeschrieben, genauso wie das Recht, eine bezahlte Elternzeit zu nehmen.
  • Kündigungsschutz: Das Kündigungsschutzgesetz soll verhindern, dass Arbeitnehmer willkürlich entlassen werden. Auf diesen Teilbereich des Arbeitsrecht beziehen sich besonders viele Gerichtsverfahren.
  • Interessensvertretung: Das Betriebsverfassungsgesetz garantiert, dass sich Arbeitnehmer in Betriebsräten zusammenschließen können. Es regelt ebenfalls, bei welchen Entscheidungen im Unternehmen der Betriebsrat beteiligt werden muss.
  • Tarifrecht: Das Arbeitsrecht sichert die Arbeit von überbetrieblichen Arbeitnehmer-Zusammenschlüssen (Gewerkschaften) ab. Es regelt unter anderem, wann Arbeitnehmer im übergeordneten Konfliktfall streiken dürfen und garantiert ihnen für diesen Fall einige Rechte.

Verkehrsrecht

Das Verkehrsrecht befasst sich mit allen Aspekten des Verkehrs, egal ob er auf Straßen, Schienen, in der Luft oder im Wasser stattfindet. Dabei kommt internationales sowie nationales Öffentliches Recht zur Anwendung. Vor allem im Straßenverkehr haben wir es zusätzlich mit zahlreichen zivil- und strafrechtlichen Vorschriften zu tun. Das ist auch der Bereich, auf den sich ein Anwalt für Verkehrsrecht spezialisiert hat.

Im Zivilrecht werden für den Straßenverkehr vor allem Haftungsfragen geregelt. Diese werden immer dann wichtig, wenn es darum geht, wer für die Kosten eines Unfalls aufkommet. Auch wenn Schmerzensgeld gezahlt werden soll, kommen zivilrechtliche Normen zur Anwendung. Dieser Teilbereich ist zusätzlich beim Kauf von Fahrzeugen von Belang, hier geht es zum Beispiel um Regelungen für das Leasing von Fahrzeugen und Hersteller-Gewährleistung.

Mit dem Verkehrsordnungswidrigkeiten-Recht kommen viele Verkehrsteilnehmer im Laufe ihres Lebens in Berührung. Hier ist geregelt, wann im Straßenverkehr ein Bußgeld gezahlt werden muss und wie hoch es ausfällt. Dieser Rechtsbereich umfasst auch Vorschriften für Eintragungen in das Fahreignungsregister, das in Flensburg geführt wird.

Das Verkehrsstrafrecht befasst sich mit Straftaten im Straßenverkehr. Hierunter fallen zum Beispiel das unerlaubte Entfernen vom Unfallort, der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr oder die Gefährdung des Straßenverkehrs. In diesen Fällen droht regelmäßig der Entzug der Fahrerlaubnis. Je nach Schwere des Vergehens können weitere strafrechtliche Sanktionen verhängt werden.

Das Verkehrsverwaltungsrecht regelt unter anderem, unter welchen Voraussetzungen Verkehrsteilnehmern die Fahrerlaubnis entzogen werden kann. Hier gibt es auch Vorschriften für Berufskraftfahrer. Sie schreiben unter anderem vor, dass Fahrten protokolliert und regelmäßig Pausen eingelegt werden müssen.

Das Versicherungsrecht schreibt vor, dass Fahrzeughalter mindestens eine Haftpflichtversicherung für ihr Fahrzeug abschließen müssen. Hier finden sich ebenfalls Regelungen für die Vertragsgestaltung sogenannter Kasko-Versicherungen. Das Versicherungsrecht ist nicht im eigentlichen Sinn Teil des Verkehrsrechts, es gibt aber zahlreiche Anknüpfungspunkte. Insofern kennt sich ein Anwalt für Verkehrsrecht meist auch mit grundlegenden Fragen des Versicherungsrechts aus.

Mietrecht

Das Mietrecht ist eines der umfassendsten Rechtsgebiete in Deutschland. Festgehalten ist es im Wesentlichen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Es regelt die Beziehung zwischen Mietern und Vermietern, wobei es Mietern einen besonderen Schutz einräumt. Bei folgenden Fragen ist ein Anwalt für Mietrecht der richtige Ansprechpartner:

  • Betriebskostenabrechnung: Der Vermieter stellt seinen Mietern die Betriebskosten für die Wohnung in Rechnung. Gibt es über Höhe oder Art der Abrechnungen Streit, wird das Mietrecht berührt.
  • Wohnungskündigung: Will ein Vermieter seinem Mieter kündigen, muss er die Vorschriften des Mietrechts beachten. Auch wenn der Mieter kündigen will, muss er das Mietrecht beachten.
  • Zustand der Mietwohnung: Das Mietrecht regelt, wie ein Mieter seine Wohnung nach dem Auszug verlassen muss. Auch welche Renovierungsarbeiten der Vermieter durchführen muss, ist im Mietrecht geregelt.
  • Mieterhöhungen: In welchem Umfang Mieten erhöht werden, regeln Mieter und Vermieter im Mietvertrag. Hier sind sie nicht frei in der Gestaltung, sondern müssen sich an die Vorschriften des Mietrechts halten. Dieses regeln auch, in welchem Umfang die Miete nach einer Modernisierung erhöht werden darf. Für einige Regionen in Deutschland legt das Mietrecht eine sogenannte Mietpreisbremse fest. In diesem Fall sind die Regeln für Mieterhöhungen besonders restriktiv.
  • Mietmängel: Das Mietrecht verpflichtet den Vermieter, die Wohnung in mangelfreiem Zustand zu übergeben. Was als Mangel gilt und was nicht, regelt das Mietrecht. Es legt ebenfalls fest, welche Rechte dem Mieter zustehen, wenn ein Mangel auftritt.
  • Mietschulden: Ein Mieter ist selbstverständlich dazu verpflichtet, regelmäßig die festgelegte Miete zu bezahlen. Macht er das nicht, kann der Vermieter eine Räumungsklage anstreben und den Mieter so der Wohnung verweisen. Das geht allerdings erst, wenn der Mieter mit mehreren Monatsmieten im Rückstand ist. In den vergangenen Jahren hat der Gesetzgeber einige Vorschriften erlassen, die Vermieter vor sogenannten Mietnomanden schützen sollen.

Strafrecht

Eines der wichtigsten und bekanntesten Rechtsgebiete ist das Strafrecht. Es weist einen wichtigen Unterschied zum Zivilrecht auf: Der Geschädigte gilt hier lediglich als Zeuge. Die Anklage selbst wird von einem Staatsanwalt erhoben. Das rührt daher, dass Vergehen im Strafrecht von Staatswegen verfolgt werden, weil sie besonders schwerwiegend sind. Das bedeutet: Ein Verfahren findet unabhängig von einer Anklage durch den Geschädigten statt. Der Angeklagte hat das Recht, vor Gericht von einem Anwalt für Strafrecht vertreten zu werden. Kann er diesen selbst nicht bezahlen, übernimmt dies die Staatskasse.

Damit ist das Strafrecht eine Sonderform des Öffentlichen Rechts, das einige Grundsätze kennt:

  • „Im Zweifel für den Angeklagten“: Kann die Tat nicht einwandfrei nachgewiesen werden, muss der Angeklagte freigesprochen werden.
  • Verbot von Mehrfachbestrafungen: Ein Täter kann für eine Tat nur einmal bestraft werden. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn eine Tat im Ausland begangen worden ist.
  • Keine Strafe ohne Gesetz: Eine Strafe kann nur dann verhängt werden, wenn es dazu auch ein Gesetz gibt. Ableitungen aus der Rechtssprechung finden im Strafrecht also nicht statt.

Typische Strafen im Strafrecht sind Freiheitsstrafen, die zur Bewährung ausgesetzt werden können. Auch Geldstrafen sind in weniger schweren Fällen möglich. Ein wichtiger Grundsatz im Strafrecht ist der Gedanke der Resozialisierung. Das heißt, der Täter soll sich wieder in die Gesellschaft eingliedern können.

Im Strafrecht werden sogenannte Kapitalverbrechen verhandelt, also Mord und Totschlag. Aber auch Verbrechern gegen das Eigentum, wie Diebstahl, oder Körperverletzungen gehören in dieses Rechtsgebiet. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Vergehen, die unter das Strafrecht fallen. Das können zum Beispiel sein:

  • Verstöße gegen das Steuer-Recht
  • Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
  • Unterlassene Hilfeleistung
  • Insolvenzstraftaten
  • Grobe Verstöße gegen die Artenschutzverodnung

Wie ein Strafverfahren abläuft, regelt die Strafprozessordnung ganz genau. Hier ist zum Beispiel festgelegt, wie Zeugen befragt werden oder wie der Angeklagte vor Gericht behandelt wird.

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